Jurte

Die Jurte ist das große Gemeinschaftszelt der Waldjugend,
sie ist Versammlungsraum, Schlafraum und Lagerraum zugleich

Jurte

Alle die mit auf dem großen Herbstlager an der Ostsee waren, werden bestätigen: bei Sturm und Regen bietet die Jurte einer Gruppe echte Geborgenheit und Gemütlichkeit. Wenn es draußen stundenlang "pladdert" und drinnen das Lagerfeuer einen Holzscheit nach dem anderen verschlingt, dann fühlst Du dich so richtig wohl. Wenn dann noch ein zünftiges Lagerlied angestimmt wird, möchte man mit keinem tauschen. Was ist das besondere an der Jurte? Nun, ähnlich wie die Kothe besteht die Jurte aus mehreren Zeltbahnen, die aneinandergeknöpft ein Ganzes ergeben. Im Mittelpunkt stehen zwei Masten, die man zusammengesteckt schnell zum Aufbau der Jurte verwenden kann. Zunächst wird das große Dach aufgestellt, bevor man die Seitenwände am Dach befestigt. An Regentagen empfiehlt es sich jeweils hälftig zwischen den roten Seilen weitere Schnüre mit Häringen am Boden anzubringen, damit das Regenwasser besser ablaufen kann und sich keine Pfützen auf dem Dach bilden können. In der Mitte der Jurte ist der Platz für das Lagerfeuer. Es wärmt in der Nacht und bildet die Feuerstelle zum Kochen am Tage. Bei schlechtem Wetter oder Dauerregen ist es oft sinnvoll, am Boden ringsherum um die Jurte mit dem Spaten eine kleine Regenrinne zu graben, damit das Wasser hier ablaufen kann.

Unser Tipp: Anfänger sollten, bevor sie auf die Wochenendfahrt oder in ein mehrtägiges Lager aufbrechen, unbedingt das Auf- und Abbauen vorher üben. Das erleichtert die Arbeit ungemein und sorgt für einen schnellen, reibungslosen Aufbau. Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Standorts. Ihr solltet nicht nur auf die Wetterseite achten, sondern möglichst die Jurte nicht in einer Bodensenke aufbauen, in die sich das Regenwasser des Berghügels sammelt. Besser geeignet sind kleine Kuppen, an denen das Regenwasser nach allen Seiten herunterläuft. Komfortabel sind auch Bodenabdeckplanen. Sie sind zwar gerade für Wander- und Radwandergruppen eine zusätzliche Belastung im Rucksack oder auf dem Fahrrad, bieten aber dafür eine Menge Komfort und Sauberkeit in der Jurte. Am Besten ihr probiert es einmal aus, denn Bodenabdeckplanen sind nicht ganz billig in der Anschaffung. Notfalls kann man auch ganz normale Gummimatten als Planen benutzen. 


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