Späherpunkt 7: Wildzeichen

Wildspuren erkennen und auswerten                   zurück 

 

Waldtiere sind ausgesprochen scheu und gehen dem Menschen aus dem Wege, insbesondere die größeren Tiere, wenn sie Gefahr wittern. Doch sie hinterlassen Zeichen, die der erfahrene Waldläufer entschlüsseln kann. Trittspuren, Fährten, Nahrung, Bauten und Kot (genannt: Losungen) geben Hinweise darüber, welche Tierarten am Fundort oder in der Umgebung leben. Hier eine kurze Übersicht, die ihr beim Ablegen dieser Späherprobe kennen solltet. In unserem Vereinshaus findest du an einem der Wände den hier abgebildeten Sammelkasten mit einigen Mustern:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dachsspuren
• Der Dachs hinterläßt Kratzspuren am Baum 
• Man finde Erdgänge mit mehreren Eingängen
• Vor den Eingängen meist tiefe Furchen im Erdhaufen (Tarnung)
• Kot in kleinen Löchern in Baunähe abgesetzt

 

 

 

 

 

 

Rehspuren
• man findet Bäume mit Verbiss 
• Fegestellen, d.h. verletzte Baumrinden
• besonders im März bis Mai, wenn die Rehe sich durch Reiben der Haut an Bäumen abschleifen (d.h. fegen)
• man findet Kotbohnen 10 mm breit und 14 mm lang
• die Kotbohnen sind schwarz und im Winter kugelig
• die Trittpuren sind leicht zu erkennen

 

 

 

 

 

 

Wildschweinspuren
• Bereiche aufgewühlter Erde 
• Malbäume mit vielen Borsten in einer Schlammschicht
• Wildschweingeruch'
• schlammige Suhlen in denen sich die Wildschweine gesuhlt haben
• Kotballen 
• Eindeutige Trittspuren (siehe Abbildungen)

 

 

 

 

 

Fuchsspuren
• Erdgang mit getarntem Eingang, Durchmesser 25 - 30 cm
• meist an einem nach Süden geneigten Abhang
• fächerförmiger Erdhaufen vor dem Eingangsloch (Tarnung)
• sark riechend/Kot ähnlich wie Marder
• Kot im Winter mit Haaren von Kleintieren durchsetzt
• Kot im Sommer: mit Früchten durchsetzt
• Trittpuren

 

 

 

Eichhörnchenspuren
• Fundstellen mit ausgehöhlten (Tannen-)Zapfengerippen
• Fundstellen mit ausgehöhlten Haselnußschalen
• kugelförmige Kotpillen