Späherprobe 17: Waldeinrichtung

Bau einer Totholzpyramide für den Hirschkäfer,
dem Insekt des Jahres 2012                                 zurück 

 

 So wirds gemacht. Lies dir die Beschreibung durch und eifere der Gruppe nach, die dieses Projekt vor kurzem durchgeführt hat. Dafür gibt  es gleich drei Späherpunkte, denn die Aktion ist schließlich ganz  schön aufwendig.

 

So sieht er aus, der Hirschkäfer. Er ist eine vom Aussterben bedrohte Käferart der auf der roten Liste steht. Er muß nicht nur geschützt werden, sondern er braucht dringend Lebensraum, um sich überhaupt vermehren zu können. Dabei bevorzugt er gerne tote Holzstümpfe, in die der Hirschkäfer seine Larven ablegen kann. Die Larven benötigen je nach Qualität des Holzes meist drei bis fünf, manchmal auch bis zu acht Jahre (!) während der fertige Käfer nur 1 (!) Monat lebt.  

Bevor es an den Bau der Totholzpyramide geht, macht sich die Projektgruppe zunächst im Internet schlau über den Hirschkäfer. Als zweites wird erst ein kleines Holzmodell gebaut und der Bedarf an Holz errechnet. Nun mußte nur noch ein Forst gefunden werden, der einen Platz zur Verfügung stellt und das Holz spendet. Das war natürlich kein Problem, wir erhielten sofort grünes Licht für das Projekt.

 

Die Gruppe sucht abgestorbenes Holz aus Eiche und errichet eine Totholzpyramide mit unterschiedlich hohen Baumstämmen. Da dieser Kleinstlebensraum im Wald selten geworden ist, weil die Holzwirtschaft selbst kleinste Holzmengen industriell verarbeitet, errichtete die Waldjugend Hamburg e.V. einen sogenannten Hirschkäfermeiler.  

 

Geschafft, der Meiler ist fertig. Voller stolz hält die Projektgruppe diesen Augenblick im Bild fest. Jetzt dauert es nur noch wenige Jahre bis das Holz morsch geworden ist, um als idealer Nährstoff für die Larven zu gelten.  

   

 

 

Aber mit dem Bau der Totholzpyramide wollte es die Waldjugend nicht belassen. Die Gruppe fertigte noch einen Flyer an, um diesen in der Öffenlichkeit zu verteilen. Der Flyer klärt über die Besonderheiten des Hirschkäfers auf. Wer einen Hirschkäfer findet, soll diesen z.B. sofort an eine zentrale Meldestelle melden, damit er registriert werden kann. 

 

 Aber es gibt noch viele andere Naturschutzmaßnahmen, die du mit deiner Gruppe ausführen kannst. Frag deinen Gruppenleiter, der hat von der Biber-Ansiedlung bis zum Pflanzenschutz jede Menge guter Ideen.