Streuobstwiese

Pflege von Streuobstwiesen

Als Streuobstwiesen bezeichnet man verstreut in lockere Gruppen oder Reihen gepflanzte alte Obstbaumsorten auf Wiesen, die zusätzlich beweidet oder durch Mähen von Gras genutzt werden. Streuobstwiesen bedürfen der ständigen Pflege, ihr Erhalt ist Aufgabe des Naturschutzes. Wir von der Waldjugend Hamburg e.V. unterstützen diese Arbeit im Rahmen unserer wöchentlichen Gruppenstunden oder in ganztägigen Einsätzen und zwar mit unseren Gruppen in Niendorf und mit unserer Harburger Gruppe. Denn die noch wenigen Streuobstwiesen in Deutschland erfüllen in vielen Regionen wichtige landschaftsgestaltende, ökologische und wirtschaftliche Funktionen.

Streuobstwiesen sind ein vielfältiges und artenreiches Biotop. Alte und abgestorbene Obstbäume bieten besonders Höhlenbewohnern Wohn-, Schutz- und Bruthabitate. Zu den Bewohnern zählen z.B. Steinkäuze, Spechte, Meisen oder Fledermäuse, um nur einige zu nennen. Lurche und Kriechtiere, wie die Erdkröte und Grasfrosch, Blindschleiche und Eidechse sind ebenfalls auf Streuobstwiesen anzutreffen, genau wie Marder, Igel, Iltis und Fuchs.
 Die Obstwiesen beherbergen aber auch seltene Pflanzenarten. Dazu zählen z.B. Wiesensalbei, Wiesenglockenblume und Enzianarten auf mageren Wiesen, Buschwindröschen und Lerchensporn auf feuchteren Wiesen, Wiesenkopf und Karthäusernelke auf trockenen Wiesen.

Viele dieser genannten Tier- und Pflanzenarten findet man oft in den „Roten Listen“ für gefährdete Arten der einzelnen Bundesländer. Ihr Aussterben bzw. ihre Seltenheit geht einher mit dem Verlust der Streuobstwiesen, und deshalb ist der Erhalt und der Schutz dieser Streuobstwiesen so wichtig. Wir von der Waldjugend Hamburg e.V. engagieren uns hier sehr gerne. Der nächste Einsatztermin, außerhalb unserer unregelmäßigen Einsätze während der Gruppenstunden, wird noch bekannt gegeben. 

weiter...