Späherpunkt 11: Kothenaufbau

 So baust du mit deiner Gruppe schnell und unkompliziert
 eine Kothe auf und ab.                                              
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Schritt 1:
Das Hauptmerkmal einer Kothe ist die Form eines Tipis, dem alten Indianerzelt, das aus 4 einzelnen dreieckigen Zeltbahnen besteht, die aneinander geknüpft werden. Die beiden Seitenstangen werden mit einem Parallelbund zusammengeknotet. Dabei sollte mindesten 1,50 m Seil übrig bleiben, damit später die Aufhängung des Kothen-Kreuzes erfolgen kann, an dem die Zeltbahnen aufgehängt werden.

 

 

Schritt 2:
Wenn ihr den Zeltplatz ausgesucht habt, werden die Stangen und das Kothenkreuz angefertigt. Ihr könnt die Stangen mitnehmen ins Lager, was nicht so einfach ist wegen der Länge, oder ihr sucht euch Hölzer im nahgelegenen Wald nachdem ihr den zuständigen Förster gefragt habt. Auf offiziellen Zeltplätzen für Pfadfinder und Waldjugendfreunde sind oft auch fertige Hölzer, die man ausleihen kann. 


 

Schritt 3:
Nachdem ihr die Stangen und das Kothenkreuz angefertigt habt, folgen nun die Kothenblätter. Alle vier Kothenblätter werden umgedreht auf den Rasen gelegt und aneinandergeknöpft. An der letzten Schlaufe wird ein Halbknoten gemacht. Eine Seite bleibt offen. Es empfhielt sich allerdings bei der offenen Seite den oberen Knebel zu schließen. Das erleichtert das Aufbauen. Nun werden alle Planen wieder umgedreht, so dass die vorgeknöpfte Seite unten liegt.


  

Schritt 4:
Als nächstest stellt sich das größte Mitglied der Gruppe in die Öffnung der Kohte. Zwei oder drei andere Gruppenmitglieder stellen nun das Zweibein auf. Das Zweibein steht außerhalb der Kohte und sollte bis zum Schluss von zwei Leuten festgehalten werden. Derjenige der in der Mitte der Kohte steht, befestigt jetzt das Kreuz an den Planen und nimmt das Seil das vom Zweibein runterhängt und knotet einen Palstek (Öse) hinein.

 

 

Schritt 5:
Durch diesen Palstek (Seilöse) wird nun das Seil für das Kothenkreuz gezogen. Das Seil gibt derjenige, der in der Mitte des Kothenaufbaus steht nun einem Gruppenmitglied das draußen steht. Jetzt drückt man von unten das Kreuz so hoch wie es geht. Dies sollte mindestens die Körpergröße plus die Armlänge betragen, damit genügend Raumhöhe erreicht wird und man ordentlich in der Kohte schlafen kann. Derjenige der das Seil von außen hält, bindet es um eine Stange des Zweibeins. Dieser Knoten sollte wirklich fest sein, sonst klappt die Kothe zusammen wie ein Regenschirm. 


  

Schritt 6:
Nun werden die Heringe gesetzt. Dabei sollte beachtet werden, dass das Zweibein senkrecht steht und auch das Kreuz in der Waage ist. Die Kohtenblätter sollten möglichst straff sein - aber auch nicht zu straff, da sie sonst reißen können wenn sie nach dem Regen trocknen. Es empfiehlt sich mit den Eck-Heringen, also dort wo zwei Kohtenblätter mit einander verbunden sind, anzufangen. Den Eingang kann man tagsüber mit einem weiteren Hering offen halten.

 

 

Schritt 7:
Jetzt sind die Kothen fertig aufgebaut und damit stehen Zelte zu Verfügung die zum Schlafen, als Lager für trockenes Holz oder für Lebensmittel hervorragend geeignet sind. Die Vorteile einer Kothe werden spätesten dann deutlich wenn man z.B. bei einer mehrtägigen  Wander- oder Fahrradtour täglich an einem anderen Ort seinen Schlafplatz in Form einer Kothe aufschlägt. Dann ist Schnelligkeit und Einfachheit von großem Nutzen. Den Aufbau der Kothe kann man nur in der Gruppe üben und man sollte dies so rechtzeitig üben, damit man es, wenn man auf Fahrt geht, auch beherrscht.

 

 

 

  Das Unterrichtsblatt zum downloaden, verfielfältigen und verteilen im Gruppenunterricht findest du hier.