Was jeder Waldläufer über die Kothe wissen sollte!
(Wichtig für Deine Späherprobe)

Was ist eigentlich eine Kothe?
Eine Kohte ist das klassische Zelt der Jugend- und Wanderbewegungen. Sie bietet Platz für bis zu 5 Personen sowie einem kleinen Lagerfeuer. Die Kothe besteht aus vier Kothenbahnen, das sind Stoffdreiecke aus speziellem Baumwolltuch, denen man die Spitze abgeschnitten hat, so dass ein Trapez entsteht. Jede einzelne Stoffbahn wird mit einer Schlaufentechnik so miteinander verbunden, das man eine regendichte Gesamt-Zeltbahn erhält.
Wie baut man eine Kothe auf?
Zum Zeltaufbau werden jetzt die verbundenen Kohtenblätter am Kothen–Kreuz befestigt. Das Kothen-Kreuz sind zwei zum Holzkreuz verbundene, etwa 50 cm langen Holzstöcke. Dieses Holzkreuz wird anschließend von zwei Stangen als Masten gestützt. (siehe linkes Bild). Die Stangen holt man sich aus dem Wald oder nimmt sie komfortabel zum Zusammenstecken mit auf die Fahrt. Je nach Bedarf (z.B. in windstillen Sommernächten oder wenn man nur eine Nacht bleibt und dann weiterzieht), genügt z.B. auch ein einziger Mittelmast, an dem die Kohte hochgezogen wird. Der Mittelmast und die Häringe (mit ä) sorgen dafür, das die Kothe nicht umfällt und sogar starken Winden trotzt. Durch zusätzliches Abspannen mit Häringen von vier weiteren Ecken entsteht eine insgesamt achteckige Grundform. Wer möchte, kann die Kohte aber auch am Ast eines Baumes befestigen, Du kannst dann auf die Masten verzichten.
Darf man in einer Kothe ein Lagerfeuer machen?
Ja, man kann das, muß aber ein paar Regeln einhalten. In der Dachmitte der Kothe befindet sich ein quadratisches Rauchabzugsloch. Dadurch kann im Inneren ein offenes Feuer gemacht werden. Es ist aber darauf zu achten, das das Holz nicht feucht oder sogar nass ist und somit Qualm erzeugt, der die Schlafenden gefährdet. Damit nicht nur das Feuer, sondern auch die Schlafenden genügend Sauerstoff erhalten, solltest Du für eine gute Dauerlüftung sorgen. Auch solltet ihr das Feuer nie unbeaufsichtigt lassen und stets eine Nachtwache einteilen, die alle zwei Stunden abgelöst wird. Das Rauchloch in der Dachmitte der Kothe kann bei Regen mit einer Abdeckplane abgedeckt werden. Nähere Einzelheiten findest Du im Abschnitt. "Lagerfeuer" , denn es ist ein Unterschied ob Du mit dem Lagerfeuer wärmen, leuchten oder sogar kochen willst.
Weitere wichtige Tipps rund um die Kothe!
Durch die geniale Konstruktion der Kothe muss eine Waldjugendgruppe z.B. auf der Wanderung nur vier Kohtenblätter, ggf. eine Rauchlochabdeckung und Seile mitnehmen. Die einzelen Kothenplanen werden auf jedes einzelne Gruppenmitglied verteilt, damit die Last nicht von einem Einzelnen getragen werden muss. Achtung, eine aufgebaute Kohte hat keinen Boden. Es empfiehlt sich zusätzlich zur Iso-Matte insbesomdere im Herbst und Winter den Boden mit Stroh oder mit Tannenreisig auszulegen, damit eine Distanz zum feuchten bzw. kalten Boden geschaffen wird. Seit unserem Ostseelager können wir nur empfehlen eine separate Kothe nur für Lebensmittel und Holz zum Trocknen mitzunehmen. Es lohnt sich.. Achtung: nasse Kothenbahnen nach der Reise vor dem Zusammenlegen erst zum Trockenen aufhängen, da sich sonst garantiert Schimmel bildet. Auch solltest Du als erfahrener Lagerleiter die Vollständigkeit z.B. aller Schnüre und Häringe prüfen, bevor Du die Kothe wieder einlagerst. Wenn Du mir schreiben willst philip@waldjugend-hh.de
Projektverantwortlicher
Sommerlager 2011: Philip
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