Späherpunkt 12: Jurtenaufbau

So baust du mit deiner Gruppe eine Jurte auf - nicht ganz einfach; aber stabil und sehr verlässlich.                   zurück 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 1:
Das Hauptmerkmal einer Jurte ist die Geräumigkeit und die Größe, die aus 6 einzelnen dreieckigen Zeltbahnen für das Dach und 6 Planen für die Wände erzielt wird. Dabei wird das Dach wie bei einer Kothe zusammengebaut, allerdings werden die beiden langen Stangen innerhalb des Zeltes platziert. So entsteht ein Großzelt, das für mind. 8 Personen Schlafplätze bietet und darüberhinaus ein Lagerfeuer und Raum für viel Gepäck ermöglicht.

 

  

 Schritt 2:
Nun gehts los. Wenn ihr den Zeltplatz ausgesucht habt, werden die Stangen und das Jurtenkreuz vorbereitet. Ihr könnt die Stangen mitnehmen ins Lager, denn sie haben praktische Steckverbindungen, so daß sie für den Transport eine kurze Länge haben, die man dank der Steckverbindung auf volle Länge (ca. 4 m) bringen kann. Bereit gelegt werden die 12 Seitenstangen, die für die nötige Höhe der Jurte sorgen.


 

 

Schritt 3:
Zunächst wird das Dach ähnlich wie bei der Kothe aufgebaut: d.h.Stangen und Jurtenkreuz anfertigen, die Jurtenblätter als Dach aneinanderknöpfen. Keine Seite bleibt offen. Seitenstangen und Kothenkreuz bauen und das Dach ausbreiten. Anschließend wird das Dach gespannt, indem 6 Gruppenmitglieder zunächst 6 Seiten-Stangen halten, bis diese mit Abspannbändern und Heringen von einem Zweierteam befestigt wurden. 


    

Schritt 4:
Nachdem die restlichen 6 Seitenstangen stehen -also insgesamt zwölf -und das Dach vollständig gespannt ist, geht es an die Seitenwände, die zunächst in voller Länge aneinander geknöpft werden.  

 

 

 

 

Schritt 5:
Im nächsten Schritt werden die Seitenwände an das Dach "angehängt" d.h. angeknöpft. Anschließend werden sie mit Heringen am Boden befestigt und somit gespannt.


  

 

 

 

Schritt 6:
Beim Heringe setzen sollte beachtet werden, dass die Wände möglichst straff sind - aber auch nicht zu straff, da sie sonst reißen können wenn sie nach dem Regen trocknen. Bei schlechtem Wetter hat sich schon oft ein kleiner Erdwall um das Zelt herum bewährt, um eindringendes Bodenwasser zu vermeiden. 

 

 

 

 

Schritt 7:
Jetzt ist die Jurte fertig aufgebaut und damit steht ein stabiles und verlässliches Mehrzweck-Zelt zu Verfügung. Den Eingang kann man tagsüber wie das Bild zeigt offen halten. Die Öffnung in der Mitte des Daches dient der Luftzirkulation und dem Qualmabzug beim Lagerfeuer. Bei starkem Regen wird die Öffnung mit einer Extra-Zeltbahn abgedeckt (Opa).

  

 

Schritt 8:
Die Jurte dient als Gruppen-Raum oder als Wohn- und Schlafzelt.. An heißen Tagen kann man die Seitenwände "hochklappen" (siehe Foto). In der Jurte wird das Lagerfeuer eingerichtet, gekocht und bei schlechtem Wetter gegessen. Im Winter empfiehlt sich übrigens ein zusätzlicher Bodenbelag aus Tannengrün als Schutz vor Bodenkälte. Über das Tannengrün wird dann eine Plane gelegt. 

   

Schritt 9:
Acht Waldläufer leben manchmal 14 Tage auf engstem Raum. Das erfordert Disziplin von allen Bewohnern und erfordert viel Gemeinsinn. Morgens hört man schon weit vor Sonnenaufgang das Aufwachen der Tiere, tagsüber ist es manchmal brüllend heiß und im Winter bitterkalt und nur das Lagerfeuer bietet Wärme und Licht. Das schweißt die Gruppe zusammen und sorgt für einmalige Erinnerungen ein Leben lang. 

 

 

  Das Unterrichtsblatt zum downloaden, verfielfältigen und verteilen im Gruppenunterricht findest du hier.