• Sommerlager 2011 (alt)


Unser großes Sommerlager zwischen Waldrand und Ostseestrand.

Zum zweiten Mal waren wir zu Gast auf dem Hof Norderlück, einem ökologischen Schulbauernhof in Steinberghaff an der Ostsee, in der Nähe von Flensburg. Der Mäusewald war für 14 Tage unser Zuhause, hier hatten wir unsere große Gemeinschaftsjurte und einige Kothe auf einer Wiese aufgeschlagen und unser Waldjugend-Lager eingerichtet. Anders als bei unserem Herbstlager, haben wir uns in diesem Jahr zu einem Großteil selbst verpflegt. Dafür haben wir unser "Küchenzelt" in einem Holzschuppen aufgebaut. Gekocht wurde natürlich über offenem Feuer – der Speiseplan reichte von simplen Spaghetti bis hin zu selbst gemachten Kartoffelpuppfer, Pizza Calzone und verschiedenen Eintopfgerichten. Für die Lebensmitteleinkäufe führte uns die tägliche Fahrradtour 4 Kilometer in den Nachbarort. Und natürlich haben wir auch wieder eine ganze Reihe von Forsteinsätzen in der näheren Umgebung des Hofes durchgeführt - bei tollstem Sonnenschein sind wir mächtig ins Schwitzen gekommen. Die nötige Abbkühlung hat das abendliche Wasservergnügen in der Ostsee gebracht. Alles in allem war unser Sommerlager wieder ein unvergleichlich tolles Gemeinschaftserlebnis und wir freuen uns jetzt schon auf das Sommerlager im nächsten Jahr. Auf jeden Fall wollen wir dann auch wieder mit den Fahrrädern unterwegs sein, denn das war ein echte Bereicherung für unser diesjähriges Lager.

Wir sind alle wieder einmal um einige Erfahrungen und viele Fotos reicher. Schaut selbst... 

Die Waldjugend Hamburg e.V. auf Tour – unser Sommerlager an der Ostsee mit vielen Forsteinsätzen und traditioneller Übernachtung in Jurte und Kothen. 

Diesmal gab es beim Aufbau besonders viel zu tun – eine große Gemeinschaftsjurte und vier Kothen wollten aufgebaut werden.

Mit vereinten Kräften sind Jurte und Kothen ganz schnell aufgebaut - und in diesem Jahr auch schon viel professioneller, da vernünftige Abspannbänder angeschafft wurde.    

Wir sind ganz schön stolz – in diesem Jahr ging der Aufbau schon richtig schnell von der Hand und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Da gibt es kaum noch Optimierungsmöglichkeiten. 

Unser Waldjugend-Fuhrpark. Das war eine tolle Idee, die Fahrräder mit zu nehmen. Die Reise war so nicht nur umweltschonend, wir waren auch absolut unabhängig. Wir konnten jederzeit kleinere Ausflüge unternehmen und unsere Lebensmittel täglich frisch im Nachbarort einkaufen. Für das nächste Lager sind die Fahrräder schon wieder fest eingeplant.


Kaum sind Jurte und Kothen aufgebaut, muss noch das Holz für die abendliche Essenszubereitung gesammelt und gehackt werden.
 


Die richtige Stellung einnehmen, Holzscheidt anpeilen, mit der Axt ausholen und ... Treffer, Holz gespalten. Und das ungefähr 50 mal für das Feuer eines Abendessens. Das gibt Muckis.
 

Das Holzhack-Ergebnis kann sich sehen lassen. Jetzt muss nur noch das Feuer angefacht werden, damit das Essen gekocht werden kann. 

An unserem ersten Tag muss es schnell und einfach sein, daher gab es Nudeln mit Tomatensauce (immer noch um Klassen besser als Ravioli aus der Dose;-) – nach der anstrengenden Anreise mit dem Fahrrad und der harten Arbeit beim Zeltaufbau war der Hunger riesig und Topf wurde vollständig leer!  

Fütterung der Raubtiere – man glaubt ja gar nicht, wie groß der Hunger in freier Wildbahn, äh unter freiem Himmel ist. 

Erst wenige Stunden ist es her, dass wir mit Sack und Pack auf den Rädern ankamen und schon herrscht ganz normales Lagerleben.

Für einige unserer jüngsten Mitglieder ist es das erste Lager – alles ist neu und aufregend, wie wohl die erste Nacht sein wird? Da legt man sich doch mal schnell zum Probeliegen in die Kothe – passt, alles klar. Die Nacht kann kommen.

Der Morgen danach – noch etwas grummelig müde von der kurzen Nacht genießt man nach einem frühen Frühstück den Ausblick von der Terrasse des Hof Norderlück.

Unsere Forsteinsätze waren dieses Mal ganz schön strohig – über Tage haben wir auf riesigen Wiesenflächen das Heu zusammen getragen, da war schon nach kurzer Zeit in der Gluthitze jede Pause willkommen.


 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


Verschnaufpause nach hartem Arbeitseinsatz.

Und weiter geht´s. Es gibt noch viel zu tun, bevor das Heu der ganzen Wiesen zusammengetragen ist.

An manch einem geht der Arbeitseinsatz nicht spurlos vorbei – Schürfwunden und Blasen an den Händen sind keine Seltenheit.

Kaum ist die eine Aufgabe erledigt muss man sich schon wieder um das Abendessen kümmern – von Langeweile kann hier wirklich nicht die Rede sein.

Selbst gemachtes Essen hat bei uns eine besondere Bedeutung, Dosenfutter lehnen wir ab. Wir haben auf unserem Sommerlager viele tolle Rezepte ausprobiert und über offenem Feuer zubereitet, so wie diesen Flammkuchen, den man preiswert und schnell selber herstellen kann.

Feuer von unten und Hitze von oben – das gibt bei diesem Essen das perfekte Ergebnis.

FlammkuchenFlammkuchen vegetarisch

Flammkuchen klassisch und Flammkuchen vegetarisch – ein Teig, zwei verschiedene Ergebnisse.

Und während sich einige nach getaner Arbeit am Lagerfeuer ausruhen, machen andere ein kurzes Nickerchen – schlafen kann ja so erholsam sein, besonders, wenn es danach ein leckeres Essen gibt.

Richtig zufünftig lässt es sich an dem selbst gebauten Tisch speisen, den Leonard und Vincent kurzer Hand selbst gehandwerkt haben. Super Leistung Jungs!

Naturschauspiel direkt vor unserem Lagerplatz, dass wir täglich erleben durften...

...Sonnenuntergänge in Steinberghaff, bei schönem Wetter wirklich etwas ganz besonderes!

Auch das Vogelschutzgebiet Geltinger Birk haben wir in diesem Jahr wieder besucht...

...und so manches tierisches ist uns über den Weg gelaufen.

 

 

 

 

 

 

 

Hier gibt es wirklich viel zu erleben und für uns ist Steinberghaff, anders als scheinbar für einige einheimische Kids, kein Kaff, sondern ein kleines Paradies.

Wir hatten wieder eine tolle Zeit auf unserer Wiese am Mäusewäldchen und wer weiß, vielleicht kommen wir ja im nächsten Jahr wieder. Und bis dahin...

...braucht die Wiese noch ein wenig Erholung von uns und unseren Zelten. Vielen Dank auf jeden Fall an das gesamte Team vom Hof Norderlück, es war wieder klasse bei euch!!!
 
Alle Fotos wurden fotografiert von Julia und Philip. Dankeschön.