• Geschichte

Im Jubilaumsjahr wurde die Frage nach einer Vereinschronik laut, die jedoch nicht auffindbar ist. Aus diesem Grunde wird hier ein erster geschichtlicher Abriß mit Eckdaten versucht. Alle, die helfen können, diese Chronik zu erweitern, zu korrigieren oder zu bereichern - sei es mit Informationen, Fotos oder Belegen - sind herzlich dazu eingeladen. Schreibt doch einfach eine E-Mail. Mögliche Fehler, die uns hier unterlaufen sind, seien uns schon heute verziehen.

1957 Gründung der Deutschen Waldjugend, Landesverband Hamburg
Ein Lehrer in Hamburg gründete die Deutsche Waldjugend - Landesverband Hamburg - , um die Jugend für die Wälder und die heimische Natur aktiv zu begeistern. Der entstandene Waldjugendverein erfüllte alle behördlichen Auflagen und die in ihrer Satzung selbst gewählten Regeln, sodaß der Verein schon bald (1960) als gemeinütziger und förderungswürdiger Verein anerkannt wird.

1965 Anmietung des Landhauses "bene partus"
Um als Deutsche Waldjugend, Landesverband Hamburg, auch im Süden, jenseits der Elbe für Hamburger Jugendliche eine erreichbare Vereinsunterkunft als Anlaufstelle zu haben, mietet der Verein ein zweites Standbein für Seminare mit Übernachtungsmöglichkeiten in den Harburger Bergen an.

1965* Die Waldjugend Hamburg e.V. erhält Vereinsheim im Niendorfer Gehege
Die Stadt Hamburg stellt der Waldjugend Hamburg e.V. eine leerstehende Baracke im Niendorfer Gehege im Lokstedter Holt 46 zur Verfügung, die bis dahin als Flüchtlingsunterkunft von Ostvertriebenen genutzt wurde. Das neue Vereinsheim erfüllt mitten im Wald gelegen alle Anforderungen der Waldjugend optimal und das zu einer sozial verträglichen Miete

1968* Die Waldjugend Hamburg teilt sich die Räumlichkeiten mit der SDW
Um dem Verein "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hamburg" die Möglichkeit einer intensiven Betreuung der Hamburger Schulkinder zum Thema Waldpädagogik zu ermöglichen, werden Teile der Räumlichkeiten des Vereinsheim der SDW, Landesverband Hamburg zur Verfügung gestellt

1986 Gründung Waldjugend-Hamburg e.V
Die Deutsche Waldjugend, Landesverband Hamburg tritt aus dem Bundesverband aus. Ein neuer Verein wird gegründet, der künftig den Namen Waldjugend Hamburg e.V. tragen wird. Bene Partus wird Teil des neuen Vereins. Mit dieser Neuausrichtung verspricht sich die Vereinsleitung und der Verein mehr Unabhängigkeit und eine schnellere und modernere Ausrichtung auf die Zukunft.

2009 Forderung nach Wiedereintritt in den Bundesverband
Um die Wirkungsmöglichkeiten der Waldjugend Hamburg e.V. unter dem Dach des Bundesverbandes zu erhöhen, wird von einem großen Teil der Mitglieder vergeblich ein Wiedereintritt gefordert

2010 "bene partus" erhält neuen Eigentümer
2010 findet sich ein neuer Verein, der das "bene partus" künftig betreiben und sanieren wird. Die Sanierung befindet sich nun im 45. Jahr und verzehrt viele Seminarstunden, die eigentlich dem Wald und der Natur zugedacht waren. Die Waldjugend-Hamburg e.V. trennt sich vom Bene Partus, hat somit ab sofort keine zeitlichen und finanziellen Belastungen mehr und kann sich künftig voll auf Forsteinsätze und Naturschutz konzentrieren.

2010 Neue Vorstand mit neuem Programm
Der bisherige Vorstand tritt zurück. Die Mitglieder der Waldjugend-Hamburg e.V. wählen mit Jannik Beyerstedt und Julia Jenkner zwei neue Vereinsvorsitzende, die von dem ehemaligen Ersten Bürgermeister Henning Voscherau in seiner Funktion als Notar vertraglich bestätigt werden. Der neue Vorstand führt den Verein mit einem neuen Reformprogramm mit demokratischen Strukturen zu neuer Blüte. Die Vereinsführung kann nicht unendlich oft wiedergewählt werden, sondern endet mit Erreichen des Erwachsenen-Alters. Forsteinsätze wie Gewässerenaturierungen, Baumpflanzaktionen, Entkusselungen und Arbeiten in der Lüneburger Heide für die Loki-Schmidt-Stiftung bilden wieder den Mittelpunkt des Vereinslebens. Lager sollen nicht im Ausland, sondern in den Wäldern der Region stattfinden. Für die Fahrten ins Sommer- bzw. Herbstlager werden nicht mehr Flugzeuge und PKWs, sondern umweltschonende Fahrräder benutzt. Seminare werden effektiv wieder mit waldjugendgerechten Themen belegt und erfolgreich durchgeführt. Jedes Mitglied erhält ein eigenes Späherprobenheft, wobei die abgelegten Prüfungen Zentral festgehalten werden und jederzeit abrufbar sind. Für die Späherproben wurden Ausbildungsvorschriften und Lehrinhalte festgelegt. Im Internet werden Datenbanken zum Thema Waldpädagogik angelegt und Baupläne für Vogelhäuschen und Insektenhotels veröffentlicht. Eine umfangreiche Foto-Dokumentation beweist, das die Aktivitäten auch tatsächlich stattfinden und zwar waldjugendgerecht mit Jurten, Kothen und Kluft tragenden Mitgliedern. Die Zusammenarbeit mit externen Referenten: Forstwirten, Vogelkundlern und ausgebildeten Waldpädagogen wird intensiv betrieben, um die Qualität der Waldjugend-Arbeit zu steigern. Das Ergebnis: Die Mitgliederzahl stabilisiert sich, und es treten neue Mitglieder ein.

2011 Wir feiern 25-jähriges Vereinsjubiläum
Hamburgs Waldjugendverein feiert sein über 50-jähriges Waldjugendjubiläum und sein 25-jähriges bestehen unter dem Namen Hamburger-Waldjugend e.V. Der Verein ist damit der älteste Waldjugendverein Hamburgs.

2011 Programmatische Neuausrichtung der Waldjugend Hamburg e.V.
Der Reformstau der letzten 10 Jahre hat zu einem ständigen Mitgliederschwund geführt, der durch eine moderne Neuausrichtung des Vereins, durch eine neue demokratische Satzung, eine moderne Geschäftsordnung und eine zeitgemäße Waldläuferordnung erfolgt. Es werden die Weichen für einen modernen, kreativen Jugendverein mit Zukunftsorientierung gestellt.
Die Unterstützung durch Erwachsene im Hintergrund (ohne Mitgliedschaft) wird nicht mehr abgelehnt, sondern ist ausdrücklich erwünscht. Erwachsene, freiwillige Helfer wie z.B. Förster, Imker, Vogelkundler und Pilzkenner werden als Bereicherung angesehen. Auch unterstützende Eltern (außerhalb des Vereinsbetriebes) werden als Sponsoren, PKW-Fahrer, Juristen oder Bürgen begrüßt.
Natur und Technik werden nicht mehr als sich ausschließende Gegensätze, sondern als Partner gesehen. Computer-Navigation mit GPS, digitale Fotografie oder digitale Videografie der Tier- und Pflanzenwelt sind genauso selbstverständlich wie Webcams zur Naturbeobachtung und Datenbanken für die Waldforschung. Die Nutzung des Internets mit eigener Website, sowie Newslettern für den Naturschutz und die Mitgliederbetreuung sowie die Fortbildung ist genauso erwünscht wie die Nutzung von Beamern und Power-Point-Vorträgen in der Waldpädagogik.
Die Waldjugend-Hamburg e.V. gestaltet die wirtschaftliche Basis des Vereins mit Vernunft und Augenmaß. Wir geben nur so viel Geld aus, wie vorhanden ist, damit nachfolgene Generationen keine Schuldenlast auf sich nehmen müssen. Trotzdem wollen wir nicht um Spenden betteln müssen, da wir uns lieber auf Naturschutzaktionen konzentrieren.

2013 Julia Jenkner neue Vorsitzende
Auf einer Mitgliederversammlung wurde Julia Jenkner zur 1. Vorsitzenden gewählt und Konrad Dicke zum 2. Vorsitzenden. Zum Kassenwart wurde Bennet Janz gewählt. 
Die Hauptziele des Vorstandes: Wir wollen dafür sorgen, das auch künftig ein satzungsgerechtes Vereinsleben auf höchstmöglichem Niveau durchgeführt wird und alle Aktivitäten waldjugendgerecht und naturnah umgesetzt werden. Darüberhinaus wird die Gewinnung neuer Mitglieder und die Intensivierung der Öffentlichkeitsarbeit angestrebt.


Unsere Vision
Die moderne Waldjugend ist innovativ und wissbegierig. Unsere Vision für die Zukunft: unsere Mitglieder sind nicht nur in den heimischen Wäldern aktiv, sondern sie sind die Globetrotter von morgen, sie sind die künftige Adventure- und Trekker-Generation, die ferne Länder auf allen Kontinenten kennenlernen möchte, seien es die Wildparks in Afrika, Natur-Reservate in Amerika, Urwälder am Amazonas oder die Inselwelten in Asien. Die globale Natur kennenzulernen ist eine wichtige Triebfeder  für die Mitglieder der Waldjugend-Hamburg e.V. . Die heutige  Großstadt-Jugend (sogenannte Facebook-Generation) mit Schüler-Austausch-Programmen rund um die Welt , hat eine globalere Sicht der Dinge als eine ausschließlich rückwärts-gerichtete Waldjugend auf die bündische Wandervogelbewegung zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Auf diese Veränderungen muß sich die Waldjugend-Hamburg e.V. ausrichten, wenn die Idee der Waldjugend auch in Zukunft begeistern soll.

-----

>* Die mit Sternchen versehenen Jahreszahlen werden zur Zeit noch überprüft